
Mit FAR: besichtigen Sie Gebäude nicht nur von außen; wir organisieren Zugänge zu Gebäuden zeitgenössischer Architektur und sind informiert über Geschichte, Konstruktion und städtebaulichen Kontext. Unsere Führungen werden bereichert durch Bilder, Grafiken und Grundrisse. Die Besichtigungen dauern etwa 90 Minuten.
Gelsenkirchen : Hauptverwaltung Gelsenwasser AG
Architekten: AJF Anin Jeromin Fitilidis

In Sichtweite der Schalke Arena wurde der gläserne Kubus als exaktes Spiegelbild des weißen Verwaltungsbaus von Harald Deilmann aus den 60er Jahren gestaltet. Das über einem künstlichen See „schwebende“ Haus geht mit seiner innovativen Gebäudetechnik, die mit natürlicher Belüftung, Nachtauskühlung, Gartenhöfen und intelligenten Verschattungen arbeitet, weit über bisher bekannte Beispiele nachhaltigen Bauens im Verwaltungsbau hinaus.
Herne : Akademie Mont Cenis
Architekten: Jourdan & Perraudin (FR) / HSS Architekten

Das Tagungs- und Verwaltungszentrum des Landes NRW ist in eine gläserne Hülle als künstliche Klimazone integriert. Das „Haus-im-Haus“-Konzept mit Grubengas-Verwertung und integriertem Solardach stellt einen frühen Beitrag der nachhaltigen, ökologischen Bauweise mit großer symbolischer Bedeutung für den Struktur- und Energiewandel im Ruhrgebiet dar. Die Holzkonstruktion und der ästhetische Einsatz der Solarpaneele vermitteln bei Sonnenschein das Durchschreiten eines künstlichen Walds.
Essen : Red Dot Design Museum
Architekten: Norman Foster & Partner (GB) / Heinrich Böll & Hans Krabel / Fritz Schupp & Martin Kremmer

Das vom Büro Foster umgenutzte Dampfkesselhaus zum Design Zentrum NRW war das Debut des Projektarchitekten Mark Braun, der im Anschluß an dieses Bauvorhaben Projektleiter des Reichstags in Berlin wurde. Das Red Dot Design Zentrum ist bereits seit den 50er Jahren eine etablierte Institution in Essen und war Mitte der 90er Jahre der erste von insgesamt 3 Attraktoren, die auf dem Areal Zollverein entstanden sind.
Essen : Zollverein School
Architekten: SANAA (JP) / Heinrich Böll

Die Zollverein School ist der erste Neubau auf dem Weltkulturerbe-Gelände Zollverein. Der vermeintlich kontrastierende Kubus ist in Wirklichkeit eine gelungen bezogene Komposition auf die Maßstäblichkeit der Zeche. Eine speziell entwickelte Haustechnik reagiert in faszinierender Weise auf die Geschichte des Orts.
Essen : Aalto Theater
Architekten: Alvar und Elissa Aalto (FI)

Das Theater als „Fels in der Brandung“ schiebt sich in die Landschaft, behauptet sich als markanter Endpunkt des Stadtgartens und komplettiert die architektonische Perlenkette vom Hauptbahnhof bis zum Museum Folkwang. Wie bei vielen anderen Gebäuden nahm Aalto (finnisch für: die Welle) seinen Namen auch hier zum Anlass, wellenförmige Formen zu verwenden und außergewöhnliche Raumfolgen zu realisieren. Das Haus wurde erst dreizehn Jahre nach Aaltos Tod realisiert.
Gelsenkirchen : Musiktheater
Architekten: Werner Ruhnau / Max van Hausen / Ortwin Rave

Das Haus ist einer der innovativsten deutschen Nachkriegs-Theaterbauten. Es besticht durch die klare Trennung der Funktionen „Bühnenraum“ und „Foyer“. Im Dialog mit dem Außenraum wird der Besucher während der Pausen zum Schauspieler auf der „Bühne der Stadt“, gleichzeitig zum Zuschauer des „Theaterstücks Stadt“. Der Gesamtkunstwerk-Idee folgend wurden internationale Künstler an der Gestaltung beteiligt, u.a. hängen im Foyer Schwammreliefs von Yves Klein.